1224.1/A/26SektVO OFFEN
Die SachsenEnergie AG (nachfolgend SE) betreibt das Zentrale Fernheiznetz (ZFHN) der Stadt Dresden. Zur Wärmebereitstellung werden an drei zentralen Standorten Heizkraftwerke, ein Druckwärmespeicher, Elektrodenheizkessel und verschiedene dezentrale Wärmepumpen betrieben. Im Rahmen der angestrebten Dekarbonisierung soll der Anteil regenerativer Wärmeerzeugung durch den Zubau von weiteren Wärmepumpen- und Elektrodenheizkesselkapazitäten deutlich erhöht werden. Vor diesem Hintergrund möchte die SE eine atmosphärische 2-Zonen Großwärmespeicheranlage am Standort des HKW Nossener Brücke / östlich der Fabrikstraße errichten lassen. Die Großwärmespeicheranlage wird ein Nutzvolumen von 50.000m³ Heißwasser und eine Speicherkapazität von 2800-3000 MWh aufweisen. Die Lade-/Entladeleistung von minimal 10 MWth. bis maximal 150 MWth. soll realisiert werden. Die maximale Vorlauftemperatur des Speichers wird 115 °C betragen. Die Großwärmespeicheranlage besteht aus einem Wärmwasserbehälter ca. 60m hoch mit einem Außendurchmesser inkl. Fassade von ca. 41m. Der Behälter wird mit zwei Rohrleitungen (Vorlauf und Rücklauf) über eine Rohrbrücke mit der Pumpenhalle B25m x L31m x H13,4m verbunden. In der Halle befinden sich im Erdgeschoss die Pumpen und im ersten 1. OG auf einer Gitterrostebene der Vorlauf- und Rücklaufverteiler. Der Vorlauf und Rücklaufverteiler wird über einen Fernwärmekanal unter der Pumpenhalle bis zum Bestandskanal Ammonstraße angeschlossen. Die Steuerung/Leittechnik und die elektrische Erschließung ist im Schaltanlagenanbau der Pumpenhalle untergebracht. Der Standort bietet für den Bau und die Integration der Anlage besonders günstige Voraussetzungen: - vorhandene elektrische Leistungsversorgung auf Mittelspannungsebene - bestehender Anschluss an das Fernwärmenetz - verfügbare bebaubare Flächen und grundsätzlich gegebene Genehmigungsfähigkeit - Synergien bei Betrieb und Instandhaltung durch räumliche Nähe zu Bestandsanlagen und bestehendem Betriebspersonal am Kraftwerkstandort Nossener Brücke Der Großwärmespeicher soll spätestens 2030 in Betrieb gehen.
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Die Ausschreibung ist in 1 Lose aufgeteilt; Angebote sind je Los oder für mehrere Lose zulässig.
| Los | Leistung | Ausführung |
|---|---|---|
| LOT-0000 | Großwärmespeicher Nossener Brücke - Los 2 Hochbau und Tiefbau Das Los 2 Hochbau und Tiefbau beinhaltet die schlüsselfertige und genehmigungskonforme Errichtung: - einer Pumpenhalle B25xL31mxH13,4m mit Schaltanlagengebäude - der Architekturfassade der Halle - eines Fernwärmekanals zum Bestand - Rohrbrückenfundamente - Stahlbau Rohrbrücke (Halle zum Großwärmespeicher) - primärer Stahlbau in der Halle - Abwasser Abmischbecken ca. 20m³ - Regenwasserrigole - Außenanlagen inkl. Straßenbau - Zaunanlage - Erschließungsarbeiten Wasser, Abwasser - das Speicherfundament sowie den Tiefbau & Entsorgung des Aushubs*. Die Entsorgung von Ausbaumaterial (Bodenaushub, Bauschutt oder Gemische) mit einer Belastung: - nach LAGA >Z2 - nach EBV >RC-2, >BM-F2 obliegt dem Auftraggeber. Der Auftragnehmer hat das Material fachgerecht auszubauen. Die Ausschreibung erfolgt funktional mit einem Mengengerüst. Die Ausführungsplanung und Werks-/Montageplanung erfolgt auf Grundlage der durch den Auftraggeber bereitgestellten Entwurfs- und Genehmigungsplanung. Für die Ausführungsplanung im Gewerk Hoch- und Tiefbau, sowie primärer Stahlbau ist für das Los 2 ein Schnittstellenkoordinator zu den anderen Losen 1-4 einzuplanen. Für den späteren Bauablauf ist nach SächsBO ein Bauleiter für das gesamte Los 2 zu stellen. (Planungsabgleich, Terminplanung, Nachverfolgung der Bauleistungen, etc.). Der primäre Stahlbau des Losnehmers betrifft das 1. OG als Gitterrostebene und die Tragkonstruktion für den Vor- und Rücklaufverteiler inkl. Montage der Halterungen - (z. B. Rohrleitungslager) sowie - Podeste und Aufstiegstreppen, - zwischen der Pumpenhalle und dem Großwärmespeicher ist eine Rohrbrücke zu errichten inkl. Übergabe der statischen Nachweise. - Die statischen Anforderungen kommen vom Los 1 Anlagentechnik. Des Weiteren: • Lieferung und Transport zur Einbaustelle sowie Transportversicherung, Entladung und Lagerung • Umfassende Dokumentation der Leistungen • Schulungen und Einweisungen des Betriebspersonals des AG Durch den Auftraggeber bereitgestellte Planungsunterlagen: - Schnittzeichnungen der Bauwerke auf Basis der Entwurfs-/Genehmigungsplanung - Aufstellungs- und Layoutpläne auf Basis der Entwurfs-/Genehmigungsplanung - Baugenehmigung - 3D-Modell im nwd-Format auf Basis der Entwurfs-/Genehmigungsplanung - Schnittstellenlisten auf Basis der Entwurfs-/Genehmigungsplanung - Vorgaben zur Werkstoffauswahl (siehe Mengengerüst) - Vorstatik der Pumpenhalle, Fernwärmekanal, Rohrbrücke, Gitterrostebene, Wärmespeicherfundament auf Basis der Genehmigungsplanung - Ansprechpartner der anderen Lose zur Koordinierung der Schnittstellen. | — |
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